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Isar und Citizen Science

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Natur vor der Tür

Schwarzpappel (Populus Nigra)

Wer ist die Schwarzpappel?

Die Schwarzpappel ist ein stattlicher, schnell wachsender Baum der Auen und Flussufer. Sie prägt natürliche  Auenlandschaften und ist besonders an dynamische Flüsse angepasst. Eine häufig kultivierte Form der Schwarzpappel ist die „Pyramidenpappel“. In Auwäldern wurden Hybride mit amerikanischen Pappeln eine Zeitlang gezielt eingebracht und sind heute verbreiteter als die Naturform. 

Was macht sie besonders?

  • Sie ist sehr anpassungsfähig an Überflutungen und wechselt zwischen Feucht- und Trockenstandorten.
  • Ihre tiefreichenden Wurzeln stabilisieren Ufer und verhindern Erosion.
  • Früh blühend liefert sie wertvollen Nektar für Insekten, vor allem für Wildbienen.
  • Alte Exemplare entwickeln Höhlen, die als Lebensraum für Fledermäuse, Vögel und Totholzbewohner dienen.

Wo finde ich sie?

  • An natürlichen Flussufern, in Auwäldern und auf feuchten Niederungen.
  • Wie die Weiden keimt sie auf offenen Standorten der Ufer und Kiesbänke.
  • In Mitteleuropa ist die Naturform selten, da kaum geeignete Bedingungen für die Regeneration erhalten sind.
  • Entlang der Isar nur noch lokal vorkommend, meist ältere Bestände, Verjüngung besonders in Bereichen mit naturnaher Dynamik und Kiesbänken.

Wie erkenne ich sie?

  • Größe: Baum, bis 30–35 m hoch
  • Wuchsform: Oft schräger Stamm mit vielen Knollen (Unterschied zu den ansonsten ähnlichen Pappel-Hybriden, welche im Auwald gepflanzt wurden).
  • Blütezeit: März bis April (vor dem Blattaustrieb)
  • Blüten: Kätzchen, gelblich, hängend, unscheinbar, windbestäubt
  • Blätter: Rhombisch bis rautenförmig bis dreieckig, grob gezähnt, oberseits dunkelgrün, unterseits heller
  • Rinde: junge Bäume glatt und graugrün, alte Bäume dunkelbraun bis schwärzlich, tief gefurcht

Schutzstatus

  • Rote Liste Deutschland: gefährdet in der Naturform
  • FFH-Richtlinie: geschützter Lebensraumtyp Auwälder an Flüssen