"Wir haben es satt: 23.000 in Berlin gegen Agrarindustrie und Massentierhaltung

Rund 23.000 Menschen sind am 16. Januar in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen die Industriealisierung der Landwirtschaft zu protestieren. Mit dabei waren auch wieder zwei TAGWERK-Busse und viele Traktoren.

BN-Vorsitzender Hubert Weiger warnte in seiner Rede vor den Risiken der geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) bzw. Kanada (CETA): "Bäuerliche Betriebe und die Verbraucher sind die Verlierer der Freihandelsabkommen". Mehr zu den beiden Abkommen und was Sie dagegen tun können...

Laut "Fleischatlas Deutschland regional 2016" wächst die Fleischproduktion dort am stärksten, wo bereits überdurchschnittlich viele Tiere gemästet werden. Das heißt, der Trend zu Megamastanlagen ist ungebrochen. In den vergangenen 15 Jahren wurde bundesweit bis zu 50 Prozent mehr Fleisch produziert, gleichzeitig mussten bis zu 80 Prozent der Betriebe die Tierhaltung aufgeben. Höfesterben und Konzentrationsprozesse lassen sich auch in Bayern vor allem in der Rinder- und Schweinezucht belegen. Mehr zu Landwirtschaft und Ernährung beim BUND Naturschutz Landesverband und auf unserer Brennpunktseite Gut Leben.

Glyphosphat: 18 Monate Verlängerung statt 15 Jahr Zulassung

Damit hatte kaum jemand gerechnet: Glyphoshat hat keine Wiederzulassung für 15 Jahre erhalten. Viermal hatte die EU-Kommission versucht, eine Verlängerung der bestehenden Zulassung des riskanten Wirkstoffes zu erhalten, war aber am Widerstand einzelnen EU-Länder gescheitert. So wurde lediglich eine Verlängerung um 18 Monate beschlossen. Mehr dazu ...

Anfang Februar 2016 hat ein Team des BUNDES Naturschutz in der Freisinger Innenstadt über wichtige Naturschutzprojekte und Anliegen informiert. So forderten wir ein sofortiges Verbot von glyphosphathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln. Glyphosphat ist das meistgespritzte Unkrautvernichtungsmittel in Deutschland und in der Welt. Es steht im Verdacht, Embryonen zu schädigen und Krebs auszulösen. 

 

 

Wider den Plastikmüll

Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: Zwei Wochen im Januar 2016 haben Familien in Eching versucht, möglichst ganz ohne Plastikmüll auszukommen. Gleichzeitig wurde mittels verschiedener Aktionen die Problematik von synthetischen Kunststoffen aufgezeigt und über Alternativen informiert. Initiiert wurde die Aktion "Ohne Plastik" von engagierten Bürgern und Bürgerinnen um Corinna Enßlin, unterstützt von der Volkshochschule Eching in Kooperation mit der Gemeindebücherei, dem ASZ Eching und dem BUND Naturschutz.

Im Mittelpunkt der im ASZ gezeigten Ausstellung standen die Folgen des Plastik-Booms für die Weltmeere. Mehr dazu ... Weniger offensichtlich, aber umso gefährlicher ist Mikroplastik: Kunststoffteilchen mit einer Größe von unter 5 mm, wie sie vor allem von der Kosmetikindustrie verwendet werden. Mehr zu den Gefahren und was Sie dagegen tun können...

Inzwischen gibt es viele Ideen und Initiativen, dem Plastikmüll den Kampf anzusagen. So kann man im Bioladen "Lebenskunst" am Freisinger Rindermarkt verschiedene Produkte aus dem Trockensortiment (z.B. Nudeln, Getreide, Müsli u.v.a.) in der gewünschten Menge ganz ohne Plastikverpackungen einkaufen, außerdem einige Reinigungsmittel zum Wiederbefüllen. Auch im TAGWERK-Laden in Freising-Lerchenfeld kann der Kunde jetzt Obst, Gemüse und Brot verpackungsfrei einkaufen - mit der grünen Naturtasche, einem ultraleichten Beutel aus Bio-Baumwolle, waschbar bei 60° C. Knallgrün sind auch die wiederverwertbaren Mehrwegtaschen auf dem Neustifter Freitags-Bauernmarkt, mit denen die Kunden animiert werden sollen, auf Plastiktüten zu verzichten.

 

 

Bio-Einkaufsführer Online!

Wo kann ich ökologisch erzeugte Produkte in meiner Nähe kaufen? Was ist eigentlich Öko und wie wird das kontrolliert? Antworten finden Sie im Bio-Einkaufsführer Bayern unter: www.bio-einkaufsfuehrer-bayern.de