
Wer ist die Gebirgsstelze?
Die Gebirgsstelze gehört zu den Stelzen und ist unter ihren europäischen Verwandten am engsten an Wasser gebunden. Das rhythmische Schwanzwippen hat sehr wahrscheinlich Signalwirkung. Unter den heimischen Stelzen hat die Gebirgsstelze den längsten Schwanz.
Wo lebt die Gebirgsstelze?
Die Gebirgsstelze bevorzugt schattige, schnell fließende, möglichst naturnahe Bäche und Flüsse. Aufgrund ihrer Vorliebe für schnell fließende Gewässer kommt sie vermehrt in Gebieten mit Höhenunterschieden vor, man findet sie jedoch auch im Tiefland. An stehenden Gewässern kommt sie in der Regel nicht vor. Außerhalb der Brutzeit sieht man sie jedoch auch kurzfristig an Tümpeln oder in Gärten.
Was macht die Gebirgsstelze besonders?
Die Gebirgsstelze ist sehr brutortstreu. Ihre Nester legt sie unmittelbar am Wasser an, in Spalten, Löchern, Nischen, Felswänden oder unter Uferabbrüchen. Heutzutage nutzt sie vielfach auch Kunstbauten.
Leben in der Aue
Ihren Lebensraum teilt sich die Gebirgsstelze mit der Wasseramsel, ist jedoch in ihren Ansprüchen flexibler als diese. Die Aue bietet einen günstigen Lebensraum, mit schnell fließendem Gewässer und anliegendem Gehölz. Da Wildflüsse heutzutage selten geworden sind, siedelt sich die Gebirgsstelze auch an Kanälen, Wehren und Flussläufen, sogar in Großstädten, an.
Wie erkenne ich eine Gebirgsstelze?
Das Brutkleid der Männchen hat eine auffällig schwarze Kehle und eine leuchtend gelbe Körperunterseite mit grün-gelblichem Bürzel sowie eine markante weiße Flügelbinde. Das Weibchen ist ähnlich gefärbt, jedoch häufig ohne oder mit weniger stark ausgeprägter schwarze Kehle.
Im Schlichtkleid ist die Brust gelblich-braun und die Kehle weißlich.
Beobachtungszeit: Ganzjährig.
Faszinierende Gebirgsstelzen-Fakten
Die höchsten Bestände hat die Gebirgsstelze bei uns in den Renaturierungsabschnitten erreicht. Die Steilufer und die Gehölzansammlungen dort werden gerne von den Gebirgsstelzen genutzt.
Schutzstatus
Nicht gefährdet.
Quellen: Bezzel, Einhard: Das BLV Handbuch Vögel. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG München. 2013.
Trepte, A. (2021): Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) – Steckbrief, Verbreitung und Lebensraum - in Deutschland. Abgerufen am 31. März 2026, von www.avi-fauna.info/sperlingsvoegel/stelzen-und-pieper/gebirgsstelze/





