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Natur vor der Tür

Schwarzmilan (Milvus migrans)

Wer ist der Schwarzmilan?

Der Schwarzmilan ist im Gegensatz zu seinem nahen Verwandten, dem Rotmilan, bei uns ein Zugvogel. Er zählt zu den weit verbreiteten Greifvögeln. Sein Flug ist elegant, er kann sich aus dem Gleit- oder Segelflug auch senkrecht hinunterfallen lassen. 

Wo lebt der Schwarzmilan?

Der Schwarzmilan kehrt im März aus seinem südlichen Winterquartier (Senegal und Sudan bis Südafrika) zurück und brütet dann in Wäldern und Gehölzen, bevorzugt in der Nähe von Gewässern. Auch an Isar und Inn siedelt er mittlerweile regelmäßig. In manchen Gegenden brüten Rot- und Schwarzmilane nah beieinander. Ihr Aktionsradius zur Nahrungssuche wurde bis auf 60 km vom Neststandort nachgewiesen. Er brütet gerne in Laubbäumen und ist in Bayern ein Einzelbrüter.

Was macht den Schwarzmilan besonders?

Neben Vögeln und Kleinsäugern gehört auch Aas auf seinen Speiseplan. Eine große Rolle bei der Nahrungsaufnahme spielen für den Schwarzmilan auch Fische. Er schafft es sogar Reihern ihre Beute abzujagen. 

Leben in der Aue

Schwarzmilane sind mehr an Wasser gebunden als Rotmilane und lesen gerne auch tote oder kranke Fische von der Wasseroberfläche auf.

Wie erkenne ich einen Schwarzmilan?

Der Schwanz des Schwarzmilans ist im Gegensatz zum Rotmilan nur schwach eingekerbt und eher kurz. Sein Gefieder ist als Grundfarbe dunkelbraun. Er ist etwa so groß wie ein Bussard und hat eine Flügelspannweite von 160 – 180 cm. 

Beobachtungszeit: Von Mitte März bis Ende August.

Faszinierende Schwarzmilan-Fakten:

Schwarzmilane sind gesellig und bilden zum Schlafen meist Gemeinschaften. Bei der Rückkehr von den Winterquartieren überqueren sie die Meerenge von Gibraltar in großen Gruppen.

Schutzstatus

Nicht gefährdet.

 

Quellen: Bezzel, Einhard: Das BLV Handbuch Vögel. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG München. 2013.
Vogelporträt: Schwarzmilan - NABU
Schwarzmilan (Milvus migrans)