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Isar und Citizen Science

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Natur vor der Tür

Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis)

Wer ist der Halsbandschnäpper?

Der Halsbandschnäpper ist neben dem Trauerschnäpper der zweite bei uns vorkommende schwarz-weißen Schnäpper. Erst Ende April kommt er von seinen Winterquartieren im tropischen Afrika zurück. Die Männchen verpaaren sich manchmal mit mehreren Weibchen parallel.

Wo der lebt der Halsbandschnäpper?

Der Halsbandschnäpper brütet in Laub- und Laubmischwäldern mit hohem Totholzanteil. Auch in mehrschichtigen Auwäldern, insbesondere in Hartholzauen, brütet er gerne. Seine Verbreitungsschwerpunkte liegen neben der Donau, weiten Teilen der Mainfränkischen Platten, dem Spessart und der Isarmündung auch an der mittleren Isar. Sein Areal liegt dem des Trauerschnäppers südlich an und überschneidet sich z. T. mosaikartig mit diesem. 

Was macht den Halsbandschnäpper besonders? 

Die Bestände des Halsbandschnäppers haben in den Isarauen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Grund dafür ist das vom LBV betreute Nistkastenprogramm. Der Erfolg dieses Programms beruht darauf, dass im Winter der vordere Deckel des Nistkastens entfernt wird und erst bei Ankunft der ersten singenden Männchen wieder eingehängt wird. Dadurch wird dafür gesorgt, dass genügend unbesetzte Höhlen vorhanden sind.

Leben in der Aue

Zwischen Ende April/Anfang Mai und Juli/August hält sich der Halsbandschnäpper bei uns im Brutgebiet auf. Dann zieht er wieder in Richtung seiner Winterquartiere. Da er sich bevorzugt in den oberen Bereichen der Krone aufhält, ist er im Auwald eher schwer zu entdecken.

Wie erkenne ich einen Halsbandschnäpper?

Die Weibchen und die Männchen im herbstlichen Schlichtkleid sind unauffällig bräunlich gefärbt. Das Prachtkleid der Männchen ist schwarz-weiß. Gut zu erkennen ist dabei auch das weiße Halsband. 

Beobachtungszeit: Kurz nach Ankunft im Brutgebiet (ab Ende April) sind die Männchen sehr aktiv und singen sehr viel.

Faszinierende Halsbandschnäpper-Fakten

Der Halsbandschnäpper ist ursprünglich ein Höhlenbrüter, er siedelt sich jedoch auch gerne in Nistkästen an. Er ist kleiner als ein Sperling und wiegt nur 11-17 Gramm. Seine Nahrung besteht aus Insekten, die er im Flug erbeutet.

Schutzstatus:

Rote Liste Bayern: gefährdet
Rote Liste Deutschland: gefährdet

Mehr dazu: 

Vogelporträt: Halsbandschnäpper - NABU

Quellen: Bezzel, Einhard: Das BLV Handbuch Vögel. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG München. 2013.
Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis)