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Natur vor der Tür

Großer Schillerfalter – Apatura iris

Wer ist der große Schillerfalter?

Der Große Schillerfalter gehört zu den Edelfaltern und ist bei uns in lichten Auwäldern und Laubmischwäldern zu finden. Wichtig sind für ihn vor allem oval-blättrige Weiden, die seine Raupen als Nahrungsquelle nutzen. Je nach Lichteinfall schillern die Männchen auf der Oberseite blau.  

Wo lebt der Große Schillerfalter?

Der Schillerfalter bevorzugt frische bis feuchte Standorte und kommt bis auf ca. 2.000 m Höhe vor. Die Raupen fressen an Weiden, insbesondere die Salweide mögen sie gerne. Adulte Schillerfalter sind oft auf feuchten Stellen am Boden sitzend oder auf Aas und Kot zu sehen. Auch von Schweiß, Teer und Benzin werden sie angezogen. Auch an verletzten Bäumen mit austretendem Saft kann man ihn antreffen. Auf Blüten sieht man adulte Große Schillerfalter nur selten.

Der Große Schillerfalter bevorzugt Waldwege, Waldsäume und Schneisen, in denen er auf Licht und Schatten trifft. Die meiste Zeit halten sich die Weibchen in Baumkronen auf, die Männchen sonnen sich gerne auf Blättern, offenen Bodenstellen und Wegen. 

Leben in der Aue

Besonders an Waldrändern im Übergang von Licht und Schatten hält sich der Große Schillerfalter gerne auf. Seine Raupen leben auf oval-blättrigen Weiden und sind dort zu finden. Fraßspuren der Raupen sind besonders im Frühjahr an den Weidentrieben sichtbar: Die Triebspitzen sind auf einer Höhe abgefressen, sodass man die Schichtung der Triebe (ähnlich einem angeschnittenen Romanasalat) sehen kann.

Was macht den Großen Schillerfalter besonders?

  • Seine Raupen leuchten im UV-Licht.
  • Adulte Männchen schillern je nach Lichteinfall leuchtend blau.
  • In den letzten Jahren breitet sich der Schillerfalter von Osten weiter nach Norden und Westen aus.

Wie erkenne ich den Großen Schillerfalter?

Größe: ca. 5,5 – 6,5 cm Flügelspannweite
Färbung: Flügeloberseite schwarzbraun mit zwei Reihen weißer Flecke auf den Vorderflügeln (Diskalregion und Postdiskalregion). Die Männchen schillern je nach Lichteinfall typisch blau, wobei das schillern durch Luftkammern in den Schuppen entsteht. Die Flügelunterseite ist kastanienbraun mit olivbraunen Flecken. Gut erkennbar ist zudem die zackenförmige Ausbuchtung an den Hinterflügeln.
Verwechslungsgefahr: Mit dem Kleinen Schillerfalter; dieser hat mehrere orange umrandete Flecken auf jeder Flügeloberseite, der Große Schillerfalter jedoch nur jeweils einen.
Flugzeit: Mitte Juni bis Mitte August, vor allem in den heißen Mittagsstunden.
Raupen: braun, behaart, mit Hörnchen; man findet sie auf Weiden, wo sie vor allem im Frühjahr die Spitzen der Knospen abfressen.

Schutzstatus:
Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste (V)

Quellen:
Insektenreich-SH: Steckbrief: Großer Schillerfalter
Großer Schillerfalter
Die Tagfalter Deutschlands und Österreichs. Stettmer, Bräu, Gros, Wanninger. Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), 3. Ausgabe. 2022