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Natur vor der Tür

Feuerlibelle - Crocothemis erythraea

Wer ist die Feuerlibelle?

Die Feuerlibelle gehört zu den Großlibellen und sieht den Heidelibellen ähnlich. Im Gegensatz zu diesen ist ihr Hinterleib jedoch platt und nicht rundlich. Die Feuerliebelle liebt Wärme.

Wo lebt die Feuerlibelle?

Die Feuerlibelle ist in Nordindien, Kleinasien, Afrika und im Mittelmeerraum weit verbreitet. In Mitteleuropa breitet sie sich aufgrund der Klimaerwärmung weiter Richtung Norden aus.

Sie besiedelt verschiedenste Stillgewässer, bei uns vor allem sommerwarme Baggerseen, kleinere Seen und Altarme von Flüssen. Wichtig ist für sie das Vorhandensein von Unterwasser- oder Schwimmblattvegetation. Sie bevorzugt klares Wasser, an trübem Wasser ist sie eher nicht zu finden. Außerdem benötigt sie flache Zonen im Gewässer, die als Lebens- und Fortpflanzungsraum dienen. 

Was macht die Feuerlibelle besonders?

Adulte Feuerlibellen richten bei niedrigen Temperaturen ihren Körper senkrecht zur Sonne aus, um maximale Wärme durch die Sonne zu erhalten.

Sie kann bis zu 1.000 km weit wandern.

Leben in der Aue

In Folge der Klimaerwärmung siedelt sie sich gerne in bayerischen Flusstälern, wie denen der Isar oder Donau, an.

Wie erkenne ich eine Feuerlibelle?

Schlupfzeit: Mitte Mai bis Juli
Flugzeit: Mitte Mai bis Mitte Oktober, mit der höchsten Flugaktivität zwischen 11:00 Uhr und 16:30 Uhr
Größe: ca. 3,5 – 4 cm
Färbung: Männchen intensiv feuerrot Weibchen braun-grün; Hinterleib platt

Faszinierende Feuerlibellen-Fakten

  • Die Entwicklung der Larven dauert 1 Jahr. Die Larven halten sich am Gewässerboden oder an Wasserpflanzen auf. Sie ertragen sogar zeitweiliges Austrocknen ihres Gewässers.
  • Die Paarung und anschließende Eiablage finden im Flug statt.

Schutzstatus

Kein Schutz nötig, da sich die Art derzeit klimabedingt ausbreitet

Quellen: 
Libellen in Bayern / hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und Bund Naturschutz in Bayern e.V., Ulmer, 1998
Feuerlibelle (Crocothemis erythraea): Steckbrief