Die Stiel-Eiche - Quercus robur



Wer ist die Stiel-Eiche?
Die Stiel-Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse und ist in Deutschland die häufigste Eichen-Art. Sie ist eine Art der Hartholzaue. Die Stiel-Eiche hat sowohl ökologisch, also auch wirtschaftlich sowie in Brauchtum und Mythologie eine große Bedeutung. Stiel-Eichen können bis zu 800 Jahre alt werden und auch in Deutschland gibt es vereinzelt Exemplare mit über 600 Jahren. Der Stammumfang dieser alten Eichen kann bis zu 14 m betragen. Berühmte Beispiele sind die „Femeiche“ im Nordrhein-Westfälischen Erle oder die Wolfgangs-Eiche bei Regensburg. Letztere ist ca. 700 - 800 Jahre alt und besitzt einen Stammumfang von über 10,3 m.
Wo wächst die Stiel-Eiche?
Die Stiel-Eiche ist was Boden angeht anspruchslos und robust. Am liebsten mag sie jedoch tiefgründige, frische bis feuchte Böden wie feuchte Lehmböden an Flussläufen und in Überschwemmungsgebieten. Auch Staunässe verträgt sie gut, kann jedoch auch auf trockeneren Standorten wachsen. Sie ist sowohl auf alkalischen als auch auf sauren Böden zu finden.
Was macht die Stiel-Eiche besonders?
- Sie kann vereinzelt bis zu 800 Jahre alt werden und dann einen Stammumfang von bis zu 14 Metern haben.
- Mit ihrer eindrucksvollen Gestalt prägt sie als Solitärbaum oft das Landschaftsbild.
- Sie hat große ökologische Bedeutung: Auf keiner anderen heimischen Baumart leben mehr Insektenarten als auf der Eiche! Auch für verschiedene Flechten ist sie ein wichtiger Lebensraum.
Wie erkenne ich eine Stiel-Eiche?
Größe: vereinzelt bis zu 40 m hoch
Krone: Unregelmässig, breit ausladend und knorrig.
Blütezeit: ab Mitte April
Blüte: Die Stieleiche ist einhäusig, d. h. männliche und weibliche Geschlechtsorgane sind am selben Individuum zu finden. Sie blüht erst ab einem Alter von ca. 50 Jahren!
Frucht: 2 – 3 cm lange Eicheln, gestielt an 5 – 12 cm langen Stielen; im Unterschied zur Traubeneiche befinden sich hier 1 – 3 Eicheln an einem langen Stiel, bei der Traubeneiche entwickeln sich dagegen 2 – 6 kleinere Eicheln ohne Stiel am Zweig; die Früchte reifen im September/Oktober
Blätter: ohne Stiel (im Gegensatz zur Traubeneiche!); sommergrün und wechselständig; verkehrt eiförmig und am Rand mit 3 bis 6 rundlichen Lappen, bis 8 rundliche Lappen; die Oberfläche ist leicht ledrig und tiefgrün, die Unterseite hellgrün; im Herbst prächtig gelb bis gelbbraun gefärbt
Stamm: im Alter mit dunkelgrauer bis schwärzlicher Borke und tiefen Furchen; als junger Baum eher bräunlich bis olivbraun
Alter: vereinzelt bis zu 600 – 1000 Jahren
Schutzstatus:
Rote Liste Deutschland: ungefährdet
Rote Liste Bayern: ungefährdet
Quellen:
Traubeneiche und Stieleiche im Portrait - waldwissen.net
Warda, Hans Dieter: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Erweiterte Auflage - Bruns Pflanzenexport GmbH 2001.





