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Die Silberpappel - Populus alba

Wer ist die Silberpappel?

Die Silberpappel gehört zur Familie der Weidengewächse. Je nach Standort ist ihr Wuchs divers: Auf sandigem, nährstoffarmen Boden wächst sie eher strauchartig, sie kann bei geeigneten Standortverhältnissen jedoch auch ein bis zu 45 Meter hoher Baum werden. Sie ist ein markanter Großbaum mitteleuropäischer Flussauen. Die Silberpappel ist eine wichtige Nahrungspflanze für Insekten.

Wo wächst die Silberpappel?

Sie bevorzugt nasse tonig-lehmige Böden und kommt daher oft am Rande von Seen und Flüssen vor. Außerdem mag sie nährstoffreichen Boden und Halbschatten. Die Silberpappel ist eine Art der Hartholzaue.

Was macht die Silberpappel besonders?

  • Die Silberpappel ist wie alle Pappelarten eine Pionierbaumart: Sie wächst schnell und ihre Samen werden über Wind verbreitet („Anemochorie“).
  • Als Pionierart spielt sie eine große Rolle bei der Besiedelung neuer Habitate.
  • Sie kann über 400 Jahre alt werden und einen Stammdurchmesser von 2,50 m erreichen.
  • Sie ist eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreichen Insekten. Dabei gibt es auch Arten, die rein auf sie spezialisiert sind, wie das Silberpappel-Kahneulchen (Earias vernana).
  • Das Holz der Silberpappel ist federleicht und splittert nicht. Es wird typischerweise für Obstkisten verwendet.
  • Ihre Blätter bieten im Wind ein tolles Farbspiel durch den Kontrast zwischen Blattober- und Unterseite: oben grün, unten grau. Im Wind wirkt es fast als ob sie “blinkt”.

Wie erkenne ich eine Silberpappel?

Größe: je nach Standort diverser Wuchs, von strauchartig bis zu 45 m hoher Baum; oft mit „Schlagseite“ und schiefem Stamm
Blütezeit: März/April, oft vor dem Blattaustrieb
Blüten: Die Silberpappel ist zweihäusig, d. h. es gibt weibliche und männliche Individuen; die Blüten sind hängende, gelbgrüne Kätzchen; die Bestäubung findet durch Wind statt („Anemophilie“)
Früchte: zweiklappige Kapseln mit winzigen Samen in weißen Würstchen/Haarschöpfen
Blätter: sommergrün, wechselständig und in der Form sehr variabel; an Langtrieben sind die Blätter meist 3-5 lappig; die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Blattunterseite kreideweiß und filzig
Stamm: Junge Triebe sind, wie die Blattunterseite, weiß gefilzt. Später wird der Stamm olivbraun-gräulich und die Borke weißgrau; im Alter bilden sich Längsrisse und tiefe Gabelungen. Die Silberpappel bildet massive Wurzelausläufer.
Rinde: Junge Silberpappeln haben große Korkporen, deswegen sehen die Stämme oft aus, als würden einen zahlreiche Augen ansehen.

Schutzstatus: 

Rote Liste Deutschland: Ungefährdet.

Quellen:
Unsere Bäume: Die Silber-Pappel (Populus alba) - Forst erklärt
Warda, Hans Dieter: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Erweiterte Auflage - Bruns Pflanzenexport GmbH 2001.