Der Europäische Wildapfel (Malus sylvestris)


Wer ist der europäische Wildapfel?
Der europäische Wildapfel ist eine mittlerweile sehr seltene heimische Baumart. Er ist einer der Apfel-Wildarten, aus denen durch Domestizierung der Kulturapfel entstanden ist. Vor allem durch Hybridisierung mit der Kulturform wird seine Art erheblich beeinträchtigt.
Wo lebt der europäische Wildapfel?
- Der europäische Wildapfel wächst meist einzeln oder in kleinen Gruppen in lichten Laub- und Kiefernwäldern und insbesondere in Auwäldern.
- Er ist von Natur aus konkurrenzschwach und daher eher am Waldrand oder in Hecken und an felsigen Hängen zu finden. Er ist außerdem wärmeliebend, mag Licht und Halbschatten. Der europäische Wildapfel bevorzugt frische, nährstoff- und basenreiche Lehm- und Steinböden.
Was macht den europäischen Wildapfel besonders?
- Im Gegensatz zu seinem domestizierten Verwandten sind die Laub-, Kelch- und Blütenblätter nur wenig behaart bis kahl. Dies stellt ein wichtiges Bestimmungsmerkmal zur Unterscheidung dar.
- Die Früchte des europäischen Wildapfels sind kleiner als die des Kulturapfels, herb-sauer und adstringierend. Roh sind seine Früchte kaum genießbar, man kann sie jedoch dörren oder kochen.
- Der Wildapfel wird auch Holzapfel genannt.
Wie erkenne ich den europäischen Wildapfel?
- Blütezeit: April/Mai
- Größe: bis 15 Meter, mit grau-brauner und rissiger Rinde
- Blüten: weiß-rosa, wenig bis nicht behaart
- Blätter: eiförmig bis rund, oft mit etwas schiefer Spitze, Rand regelmäßig fein gesägt; wenig bis nicht behaart
Schutzstatus
- Rote Liste Bayern: 3 (gefährdet)
- Rote Liste Deutschland: V (Vorwarnliste)
Quellen:
Der Wildapfel – Biologie und Ökologie einer gefährdeten Baumart
BIB - Steckbriefe Gefäßpflanzen





