Flächenfraß im Landkreis

Transgourmet - keine Monsterhalle in den Clemensängern!

275 mal 90 Meter, 25.000 m² zugebaute Grundfläche und bis zu 18 Meter hohe Wände - das sind die Dimensionen einer wahren Monsterhalle, die der Foodlogistiker Transgourmet in das Freisinger Gewerbegebiet Clemensänger setzen will.  Im Raum zwischen München und Landshut wäre dies - mit Ausnahme des Flughafens - der größte Hallenbau weit und breit.

Bislang sollten neue Gewerbegebiete in Maßstab und Struktur dem Stadtbild Freising gerecht werden - Großlogistiker waren aus guten Gründen nicht erwünscht. Jetzt soll der Bebauungsplan der Stadt extra geändert werden, um der Firma trotz aller Bedenken eine Ansiedlung in Lerchenfeld zu ermöglichen. Mehr dazu in unserer neuen Kratzdistel auf S. 10.

Der BN lehnt das Vorhaben entschieden ab - jetzt wehren sich auch die betroffenen Bürger: Informieren und Mitmachen unter www.carl-orff-dorf.de

 

 

Nürnbergs OB Ulrich Maly kritisiert Landesentwicklungsprogramm

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 22.2.2013 kritisiert auch der Vorsitzende des bayerischen Städtetags, Nürnbergs OB Ulrich Maly (SPD), die Lockerung für Gewerbeflächen auf dem Land, wie es das Landesentwicklungsprogramm (LEP) vorsieht. Das neue LEP solle erst nach der Landtagswahl im kommenden Herbst 2013 neu beraten und dann erst verabschiedet werden. Denn "die Wunden, die wir unserer Kulturlandschaft mit Beton, Stahl und Teer zufügen, vernarben nicht", betonte Maly.

Mit dem neuen Landesentwicklungsplan (LEP) der bayrischen Staatsregierung öffnet das Land Tor und Tür für flächenfressende Projekte. Auch die dritte Startbahn im Erdinger Moos ist weiter im LEP enthalten.

In Bayern gehen Natur- und Kulturlandschaft Stück für Stück verloren. Gemeinden, Landkreise und der Freistaat Bayern haben allein 2010 eine Fläche von der Größe des Chiemsees zugebaut. "Wir verbauen jährlich ein bayerisches Meer", beklagt Christian Magerl auf der Jahreshauptversammlung 2012 der Kreisgruppe.  Rund 1.000 ha Fläche würde allein die geplante 3. Startbahn im Erdinger Moos verbrauchen. Mehr zum Flächenverbrauch in Bayern und was wir dagegen tun können finden Sie auf den Seiten des Landesverbandes.

Doch genauso gravierend ist der schleichende Flächenverlust durch Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbeflächen, wie er sich tagtäglich abspielt. Auch im Landkreis Freising. 

Gewerbegebiet Langenbach (Foto: Inge Steidl)

Langenbach betoniert seine Zukunft zu

Die Gemeinde Langenbach und ihr Bürgermeister Brückl lassen eine altbayerische Kulturlandschaft unter Beton und Asphalt verschwinden. Südlich von Langenbach findet ein Landschaftsverbrauch und eine Zersiedelung statt, die ohne Beispiel ist. Ohne Rücksicht auf Natur, bestes Ackerland, Lärmschutz der Anwohner und landesplanerische Grundsätze wurde der "Gewerbepark Ost" errichtet. Selbst der Bürgerwille wird mit fragwürdigen Methoden umgangen: Ein Bürgerbegehren wurde nicht zugelassen. Schlimm ist, dass weder die Aufsichtsbehörden noch der Landrat eingeschritten sind. Hier unsere Einwände.

Großprojekt „Bavaria-Park“

Die hochfliegenden Pläne für den "Bavaria-Park" scheinen erst einmal in der Schublade zu verschwinden. Die Kirche hat Wort gehalten, ihre Grundstücke werden nicht verschachert! Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich gegen den drohenden Flächenfraß in Neufahrn engagiert haben.

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung zum Bavaria-Park.